Bilanz Ihrer Hilfe – Lebendige Spendenquittung

In loser Folge wollen wir unseren Lesern Personen aus unseren Einrichtungen vorstellen. Unseren Unterstützern können sie als „lebendige Spendenquittung“ dienen.

Die Herausforderungen, die mit dem Nothilfe-Fonds bewältigt werden müssen, sind vielfältig. Kener Samuel, über dessen Schicksal im Rundbrief 84 auf den Seiten 2 und 3 berichtet wird, ist mit seiner Familie gleich zweifach auf Hilfe angewiesen: Zum einen muss seine Krebs-Erkrankung behandelt werden, zum anderen ist die Wohnung permanent von der Witterung bedroht. Durch die Spenden aus Deutschland konnte hier etwas Not gelindert werden.

Überschwemmungen in Villavicencio

In den vergangenen Tagen haben extreme Regengüsse zu schweren Überschwemmungen in Villavicencio und dem ganzen Departament Meta geführt.

Viele Arme haben durch die Unwetterkatastrophe auch noch das wenige verloren, was Sie besaßen. Häuser wurden weggerissen, die komplette Habe der Familien zerstört. Neben den aktuellen Gefahren durch die Coronapandemie könnten sich durch die große Feuchtigkeit Krankheiten wie Malaria oder Dengue weiterverbreiten.

Glücklicherweise gab es keine Toten, auch an den Einrichtungen des Wegs der Hoffnung entstanden keine nennenswerten Schäden.

Der Weg der Hoffnung versucht die Geschädigten mit Lebensmittelpaketen und Hilfe beim Wiederaufbau der Häuser zu unterstützen.

Neue Leitung unserer kolumbianischen Partnerstiftung

Ende 2021 verstarb überraschend der Leiter unserer Partnerstiftung P. Carlos Ricardo. Er hinterlässt eine große Lücke, da er seit 2003 die Stiftung maßgeblich weiterentwickelt hat.

Deshalb freuen wir uns, dass sich für die Leitung der Partnerstiftung rasch eine gute Lösung gefunden hat. Die Führung der kolumbianischen Stiftung werden zwei Personen übernehmen, die den Freunden unserer Stiftung bereits seit langem bekannt und vertraut sind. Padre Henry Cucaita und Marysol García werden den Weg der Hoffnung weitergehen.

Henry war über viele Jahre Leiter des Jugendbauernhofes und Internats. Er ist in ärmsten Verhältnissen aufgewachsen und setzt sich deshalb in besonderer Weise für unsere Kinder und Jugendlichen ein. Er war bereits in die Leitung eingebunden und kann so die Stiftung nahtlos weiterführen. „Ich freue mich über das Vertrauen, das die Freunde in Deutschland in mich setzen“, schreibt uns P. Henry.

Dabei wird ihn Marysol García unterstützen. Seit über zwanzig Jahren koordiniert Marysol die KiTa-Arbeit unserer Partnerstiftung. Bei einem einjährigen Aufenthalt in Deutschland bildete sie sich nicht nur als Erzieherin fort, sondern lernte auch sehr gut deutsch. Marysol schreibt an unsere Freunde: „Als Mutter von drei Kindern, liegen mir unsere Kinder in Not besonders am Herzen. Ich werde mich mit aller Kraft für sie einsetzen.“

Mit P. Henry und Marysol García haben wir ein Leitungsteam, das dem Weg der Hoffnung seit vielen Jahren verbunden ist, große Erfahrung aufweist und mit der deutschen Stiftung vertrauensvoll und zuverlässig zusammenarbeitet.

Wir freuen uns, dass der Weg der Hoffnung so gut weitergeht.

Padre Carlos Ricardo verstorben

Am 27.12 erreichte uns die traurige Nachricht, dass Padre Carlos Ricardo, der Leiter unserer Schwesterstiftung Camino de la Esperanza verstorben ist.

Mit ihm haben wir nicht nur einen exzellenten Verwalter unserer Partnerstiftung, sondern auch einen guten Freund und Wegbegleiter verloren.

Seit Januar 2003 setzte er sich als Leiter unserer Partnerstiftung für Arme und Bedürftige in Villavicencio ein. Für 2000 Kinder und Familien in Not fühlte er sich verantwortlich. Besonders lagen ihm Menschen mit Behinderung am Herzen. Neben dieser Aufgabe für den Weg der Hoffnung war er auch Direktor der Pastoral Social, der Caritas der Diözese.

Neben den üblichen Projekten stand im vergangenen Jahr die Coronahilfe mit der Verteilung von Lebensmittelpaketen an Bedürftige im Mittelpunkt der Hilfe. Er organisierte dabei die wöchentlichen Verteilaktionen und war immer wieder vor Ort tätig.

Carlos wurde am 18. Dezember mit Covid-19 in ein Krankenhaus in Villavicencio gebracht. Leider konnte ihn die ärztliche Kunst nicht retten.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, unseren Mitarbeiter, aber auch bei allen Armen und Bedürftigen, für die er sich so engagiert hat.

Wir empfehlen ihn Ihrem Gebet.