Januar 2017

29.01.2017 - Hungermarsch in Böhl-Iggelheim – 70.000 Euro für neues Projekt des Wegs der Hoffnung

Bereits zum 41. Mal starteten Wanderer, Langläufer und auch Radfahrer im vergangenen Oktober zum Hungermarsch in Böhl-Iggelheim. Zum zweiten Mal nach 2009 erhielt die Stiftung Weg der Hoffnung den Erlös dieser Solidaritätsaktion, die jedes Jahr ein anderes Projekt in Afrika, Asien oder Lateinamerika unterstützt. Die Spende soll mit der Nahrungsmittelbank ein neues Projekt in Kolumbien auf den Weg bringen.

In einer Feierstunde im protestantischen Gemeindehaus in Böhl konnte Bernd Kiefer, der Vorsitzende der Aktion Hungermarsch, 70.000 Euro an den Vorstand des Wegs der Hoffnung übergeben. In der Feierstunde erinnerte er an die Vorbereitungen, die für den Hungermarsch nötig waren. Über 30 Veranstaltungen in Kindergärten, Schulen und Pfarreien rund um Böhl-Iggelheim bestritten Mitarbeiter der Stiftung, um zum Mitlaufen und zum Spenden zu motivieren. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei vom Hungermarschteam. Hilfe aus Kolumbien hatten sie in Marysol García, einer unserer Mitarbeiterinnen aus Kolumbien. Sie verstand es, die Nöte Kolumbiens, aber auch den Wunsch der Bevölkerung nach Frieden und Entwicklung zu erklären.

Die Spende fließt in den Aufbau einer Nahrungsmittelbank nach dem Vorbild der deutschen Tafeln. Ein Testprojekt über zwei Jahre für 100 Familien konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem Erlös der Hungermarschaktion steht jetzt einem Ausbau der Nahrungsmittelbank für insgesamt 2000 Familien nichts mehr im Wege. Der Bau des Gebäudes und die Verbesserung der Infrastruktur mit LKW, Kühlmöglichkeiten und Hochregallager kann jetzt zügig beginnen. Ärmste Familien werden so wöchentlich eine gesunde Ergänzung zu ihrem kargen Speiseplan bekommen. Die Berechtigten werden von unseren Mitarbeitern nach sozialen Gesichtspunkten ausgewählt. Damit wird sichergestellt, dass nur die Bedürftigen Unterstützung bekommen.

Neben dem Aufbau dieses Sozialkaufhauses haben Mitarbeiter der Stiftung ein weiteres Projekt initiiert. Arme werden im urbanen Landbau geschult und erhalten dafür eine Grundausstattung und Betreuung. Mitten in den Elendsvierteln können Familien jetzt Gemüse, Kartoffeln und Yucca anbauen, um so ihren Speiseplan zu bereichern. Damit sollen Abhängigkeiten von Lebensmittelspenden verhindert werden.

Im März werden sich Wolfram Endemann und Johannes Mauder bei ihrem Kolumbienbesuch über den Fortgang dieses Projektes informieren.

Zum Schluss bleibt nur Danke - Gracias zu sagen für diese unglaubliche Spende. Allen Beteiligten, besonders aber dem gesamten Hungermarschteam gilt unser herzlicher Dank für diese große Unterstützung.